Ziele

Mögliche Ziele der Entwicklung

Die Ziele, Wege, Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten sind wohl so vielfältig wie die Menschen selbst. Ich möchte aber trotzdem einige wenige herausstellen, die sich mir als besonders wichtig und vielversprechend ergeben haben.

Natürlich stehen hier bei mir wieder die Themen Erkenntnisbildung und Freiheit im Zentrum.  

Im Anfang meiner Bemühungen musste ich feststellen, dass mein naturwissenschaftliches, technisches Denken nicht so optimal geeignet war, die Gedankenwelt spiritueller Persönlichkeiten zu erfassen. Eine Schwierigkeit war auch, dass die Begriffe, die ich schon kannte, bei mir in der Regel eine andere Bedeutung hatten als bei den Autoren. Ein Erziehungsprozess fand statt, der vom definierenden, technischen Begriffsdenken zum beschreibenden, bildhaften, frei lassenden Erfassen von Gedanken führte. Damit war auch verbunden, dass durch die Gedankenbildung das Bewusstsein leichter gelenkt und geordnet werden konnte. Durchaus ein Gewinn.

Der Begriff der Freiheit ist für mich heute noch diffizil. Erlebbar war über die Jahre jedenfalls, dass es eine Führungsinstanz über die Gedanken gibt, die oftmals als “Ich” oder “Selbst” von verschiedenen Autoren bezeichnet wird. Dieses “Ich” oder “Selbst” scheint mir der Schlüssel zur Freiheit zu sein und ist für mich auch der faszinierendste Aspekt meiner Bemühungen.

Weitere interessante Ansätze fand ich bei dem Yogalehrer Heinz Grill. Die Anthroposophie erweitert die Einteilung des Menschen in Leib, Seele und Geist um ein viertes Glied, das Gefüge des Lebens oder der Energien. Diese Einteilung greift der Autor in seinem Buch “Das Wesensgeheimnis der Seele” auf und beschreibt für jedes dieser Glieder einen Entwicklungsprozess. Benannt werden diese mit “Ich-Werdeprozess oder sozialer Prozess”, “Empfindungsprozess”, “Denkprozess”, “Sinnesprozess”.

Natürlich darf die Anthroposophie mit all ihren Möglichkeiten nicht fehlen. Das Goetheanum in Dornach ist eine einmalige Inspirationsquelle und die Anthroposophie bietet Möglichkeiten der Auseinandersetzung auch auf praktischen, sozialen Gebieten. Einen Leitfaden zur konkreten Schulung bildet hier das Buch “Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten” von Rudolf Steiner.

Interessant sind auch die “Briefe über den Yoga”. Diese sind eine Sammlung der Briefe, die Sri Aurobindo als Antwort auf Fragen seiner Schüler geschrieben hat. Die Sichtweise eines östlichen Lehrers auch auf alltägliche Themen wie Arbeit, Körperertüchtigung, soziales Leben spiegelt sich in den Briefen.

Grundsätzlich denke ich aber: die Entwicklung findet immer statt, mit jeder Auseinandersetzung, mit jedem Gedanken. Eine gute Vorstellung zu entwickeln, was erreicht werden soll, was sich verändern soll, welche Inhalte erarbeitet werden sollen könnte hier recht hilfreich sein. Ausgangspunkt werden ja immer die individuellen Verhältnisse sein, die der einzelne bei sich vorfindet.